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Einführung in die 12 Schritte des PROFILcoachings

Die Strategie hat ihren Ursprung in Theorien und Methoden des NLP (Neueolinguistisches Programmieren), der Gestalttherapie und anderer humanistischer Ansätze. Praktisch ist diese Strategie in der Arbeit mit Weiterbildungsteilnehmern und in der therapeutsichen Praxis entstanden. Durch die enge Vernetzung ist eine konkrete Strategie entstanden, die Veränderungen iniitiert und begleitet.

In der folgenden kurzen Übersicht lernen Sie die Strategieschritte kennen.

1) Wurzeln
Im PROFILcoaching-Prozess erhalten die beruflichen Wurzeln eine starke Relevanz. Hier liegen Bindungen und Schaltstellen, deren Bearbeitung die Verbindung von Identität und beruflichen Visionen ermöglicht. Die Vision verändert sich, je mehr die Wurzeln der Identität deutlich werden. In den Fällen, in denen die beruflichen Visionen elterliche Aufträge bzw. unerfüllte elterliche Berufswünsche realisieren sollen, kann sich ein neues Visionenfeld entwickeln.

Das Profilcoaching begleitet auf dem Weg zur Erfüllung bzw. Veränderung der beruflichen Identität. Dieser Prozess kann jetzt mit den Wurzeln verbunden bzw. verankert werden. Gearbeitet wird mit Genogrammen, Familienaufstellungen und Lebenspanoramen.

2) Potentiale
Hierzu gehören berufliche und persönliche Stärken, Qualifikationen, Aus- und Weiterbildungen und berufliche Erfahrungen. Hier ist darauf zu achten, dass Potentiale auch aus Engpässen und Krisen entwickelt werden. Die auf diese Weise entwickelten Stärken sind in der Regel identitätsbestimmend. Der häufig vorhandene Engpass auf der Potentialebene ist die mangelnde Wertschätzung der eigenen Stärken, die sich oft in Wahrnehmungslücken zeigt. Zu diesem Strategiepunkt gibt es im PROFILcoaching-Ordner zahlreiche Arbeitsblätter, um u.a. Differenzanalysen anzufertigen.

3) Visionen
Aus der beruflichen Ist-Situation werden berufliche Visionen entwickelt, alte Träume, langgehegte Wünsche werden registriert und wertgeschätzt. Die Entwicklung der Vision geschieht schrittweise über einen Prozess von mehreren Coachingsitzungen, in denen ergänzend zu den anderen Themen die Entwicklung der Vision flankierend betrachtet wird.

4) Lernfelder
Profilkonzeptionsfelder sind Lernfelder im jetzigen Berufsfeld, die den Raum zur Entwicklung notwendiger Potentiale bereitstellen, ohne dass Ressourcen und Wurzeln abgebrochen werden müssen. In jeder Coachingsitzung wird der aktuelle Entwicklungsstand ausgewertet und Schritt für Schritt neue Lernziele und -aufgaben entwickelt.

5) Engpässe
Der Engpass, das sind Hindernisse, Haltungen, innere Überzeugungen, die auf dem Weg der individuellen Persönlichkeitsentwicklung gelöst werden müssen. Engpässe sind nicht negativ besetzt, sie sind Türen zur Weiterentwicklung.

6) Ressourcen
Ressourcen sind Quellen und Hilfsmittel auf dem Weg zur Profilentwicklung. Wir nutzen vorhandene und erschließen zusätzliche persönliche und materielle Ressourcen.
Ressourcen, die im Kontaktbereich liegen, können ergänzend erhoben werden. Ressourcen ist ein wichtiger Strategieschritt.

7) Werte
Hier geht es um Werte, Haltungen, hindernde und fördernde Glaubessätze. Die Erarbeitung der Wertehierarchie der Person bzw. Firma eröffnet neue Sichtweisen, ebenso die Veränderung einschränkender Überzeugungen. Auf Firmenebene geht es hier um die Firmenphilosophie bzw. um Firmenwerte und -image.

8) Zielgruppenbedürfnisse
Hier geht es um das brennende Problem der Zielgruppe. Dies ist zu erforschen und in Verbindung mit den Stärken zu bringen. Auf der Basis der Identität, Firmenidentität und Firmenkultur und persönlichen Identität wird entschieden, welche Stärken noch bereitzustellen sind bzw. ob die Zielgruppe richtig gewählt wurde.
Für welche Zielgruppe bin ich mit meinen Stärken der beste Problemlöser? Diagramme, Auswertungen und Analysen, die zur Verfügung gestellt werden können, führen zur Differenzierung

9) Zielstrategien
Um Zielstrategien zu entwickeln, werden in fünf Schritten die Ziele definiert, die Ressourcen zum Erreichen der Ziele gefunden, die praktizierte Strategie berücksichtigt, das Zielverhalten bewertet und eine Ergebnissicherung durchgeführt. Desweiteren werden Strategien zum Erforschen der Mitbewerber und zur Förderung des Nachfragesogsystems entwickelt.

10) Synergien
Prozesse, in denen unterschiedliche Wirkungen zusammenfließen und ein neues Ganzes ergeben, werden bewusst wahrgenommen. Es ist ein Weg von der Ergebnisorientierung zur Prozessorientierung, der mit Gestaltmethoden begleitet und gefördert wird.

11) Sinnfindung
Sinnfindung benennt die Selbstverwirklichung im Beruf. Der Beruf mit seinen Herausforderungen erhält einen Sinn auf tieferer Ebene.
Es gibt eine Verbindung zwischen Identität und dem persönlichen Lebenskonzept und beruflicher Verwirklichung. Das Profil ist kein Stillstand sondern eine fortschreitende Annäherung und Neubeantwortung des inneren Lebenskonzeptes, auch oft Auftrag bzw. Mission genannt.

12) Profil
Das berufliche Profil als ganzheitlicher Prozess weist den Weg zur weiteren Entwicklung in der Spirale. Diese geschieht jetzt selbstständig und über den Coachingprozess hinaus.